Deutsche Meisterschaften 2026
KSV Wettenberg: Erfolgreiche DM 2026
Mit einer fantastischen Bilanz kehrten die Aktiven des KSV Wettenberg von den Deutschen Meisterschaften der Scherekegler 2026 aus dem saarländischen Oberthal zurück. Lea Steinmüller holte in ihrem ersten Jahr beim KSV eindrucksvoll Gold bei den U24-Juniorinnen. Jörg Ahnert (Herren B) sowie Tino Anders (U24-Junioren) erkämpften sich mit ebenfalls sehr starken Leistungen den Titel des Deutsche Vizemeister in ihren jeweiligen Altersklassen.
Die Wettenberger, jüngst erst mit ihrem Club KC 88 Wettenberg in die 1. Bundesliga aufgestiegen, reisten mit einer für sie rekordverdächtigen Zahl von zehn Akteuren zur DM, die sich im Laufe des einwöchigen Wettbewerbs zur echten Hitzeschlacht entwickeln sollte. Die Mannschaft Herren A mit Kai Uwe Schnell, Jörg Ahnert, Steven Groß und Thomas Wolski, erstmals bei den Deutschen dabei, schaffte im Achterfeld einen passablen sechsten Rang. Auch später bei den Paarkämpfen der Herren mussten sich die aufstrebenden Mittelhessen mit Jan Anders/Tino Anders (8.) und Kai Göbler/Sebastian Klöpfel (6.) im Feld der 20 angetretenen Teams keineswegs verstecken.
Sebastian Klöpfel (14.) war mit seinem Abschneiden im Einzel Herren sichtlich unzufrieden, sicherte damit aber immerhin noch eine weitere hessische Zuteilung für die DM 2027. Besser lief es bei den Herren B. Rainer Scheidt erreichte in seinem letzten Auftritt für den KSV einen guten siebten Platz, während Hessenmeister Jörg Ahnert vom Vorlauf, über den Zwischenlauf, bis zum Endlauf trotz widriger Bedingungen eine fast tadellose Vorstellung bot. Am Ende musste er sich nur knapp mit drei Hölzern geschlagen geben und wurde Deutscher Vizemeister.
Wettenbergs bisherige Paradedisziplin, die U24, erwies sich auch diesmal wieder als tragende Säule: zwar musste Weltmeister Jan Anders nach einer verletzungsbedingten Trainingspause im Mai enttäuscht als elfter die Segel streichen, doch dafür hielt sein Bruder Tino Anders Wettenbergs Fahnen hoch. Wie zuvor bereits bei Jörg Ahnert fehlten auch bei Tino Anders im Finale nur wenige Hölzer bei den letzten Kugeln zum ganz großen Wurf, dennoch wurde auch hier der Deutsche Vizemeister gehörig gefeiert.
Bei der weiblichen U24 gab es lediglich ein Zwölferfeld mit Vor- und Endlauf. Bereits im Vorlauf wusste Wettenbergs einzige weibliche Starterin Lea Steinmüller zu überzeugen und setzte sich knapp vor die teils Bundesliga-erfahrene Konkurrenz. Für den Endlauf peilte sie zwar das Treppchen an, aber es wurde am Ende deutlich mehr als das. Mit einem absolut souveränen Auftritt bei höchsten Raumtemperaturen lies sie der Konkurrenz von Beginn an keine Chance und holte sich mit deutlichem Vorsprung den Titel der Deutschen Meisterin.
Wettenbergs Sportwart Patrick Schnell zeigte sich beeindruckt: „Mit so einem Erfolg hätte ich im Traum nicht gerechnet, im Medaillenspiegel stehen wir mit Platz vier von 62 teilgenommenen Vereinen ganz weit oben - das krönt ein ohnehin schon sensationell tolles Sportjahr.“
Von links nach rechts: Jörg Ahnert (Vize Herren B), Lea Steinmüller (Deutsche Meisterin U24-Juniorinnen), Tino Anders (Vize U24-Junioren).
(Verfasser: Wettenberg)